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KI in der Ausbildung: Der Einstieg ist kein „Hexenwerk“

KI in der Ausbildung: Der Einstieg ist kein „Hexenwerk“

Ein Interview mit Peer Allendörfer.

Peer ist Psychologe (B.Sc.) mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie. Er berät Unternehmen bei der Strukturierung und Optimierung ihrer Prozesse. Mit KI beschäftigt er sich seit seinem Studium und hat ihre Entwicklung von frühen Systemen bis heute begleitet. Diese Erfahrung nutzt er, um KI gezielt und praxisnah in Prozesse zu integrieren.

„Peer, wo nutzt du selbst KI aktuell am häufigsten?“

Am häufigsten nutze ich KI wahrscheinlich für schnelle Faktenchecks im Alltag, also um Dinge kurz nachzuschlagen oder eine Einschätzung zu überprüfen. Besonders wertvoll ist sie für mich aber als Gedanken-Sparringspartner, gerade bei beruflichen Themen. Wenn ich eine erste Idee oder einen Ansatz habe, nutze ich KI, um diesen kritisch zu hinterfragen, weiterzudenken und meine Gedanken zu strukturieren. So komme ich oft schneller zu einem klaren Vorgehen oder einer qualitativ hochwertigen Lösung als ohne KI-Hilfe.

„Was fasziniert dich persönlich an KI? Und was macht dir vielleicht auch Sorgen?“

Was mich besonders fasziniert, ist die enorme Individualisierung, die KI ermöglicht. Wenn sie den Kontext und relevante Informationen kennt, kann sie sehr spezifisch auf die eigene Situation eingehen und Antworten liefern, die wirklich zur Person und zum jeweiligen Thema passen. Man muss nicht jedes Mal bei null anfangen, sondern kann direkt weiterdenken, darin sehe ich einen großen Mehrwert.

Gleichzeitig sehe ich die Gefahr eines gewissen Übervertrauens. KI kann sehr kompetent und überzeugend wirken, ist aber eben kein Mensch und auch nicht automatisch ein verlässlicher Experte. Gerade wenn Menschen beginnen, ihr sehr stark zu vertrauen, sie zu vermenschlichen oder sogar eine emotionale Bindung aufzubauen, finde ich es wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen: Es ist künstliche Intelligenz, keine menschliche.

„Braucht jeder Ausbildungsbetrieb eine eigene KI-Strategie oder reicht zunächst ein gesunder Menschenverstand und ein paar klare Regeln?“

Für mich hängt es ein bisschen davon ab, was man unter einer KI-Strategie versteht. Es muss nicht direkt das große strategische Konzept sein. Ein sinnvoller erster Schritt kann schon darin bestehen, Mitarbeitende und Auszubildende niedrigschwellig und sicher an KI heranzuführen, Grundlagen zu schaffen und Berührungsängste abzubauen.

Darauf kann man dann Schritt für Schritt aufbauen: Wo wollen wir KI gezielt einsetzen? Wer möchte und kann sich stärker einbringen? Welche Rollen und Verantwortlichkeiten brauchen wir? Entscheidend ist für mich, dass eine KI-Strategie menschenzentriert gedacht wird und die Akzeptanz im Unternehmen mitwächst. Ein paar klare Regeln sind also ein guter Anfang, sie sollten aber Teil eines bewussten und systematischen Weges sein.

„Was rätst du Ausbilder:innen, die selbst noch wenig Erfahrung mit KI haben?“

Mein Rat wäre, sich zunächst selbst mit den Grundlagen von KI auseinanderzusetzen, also mit den Möglichkeiten, aber auch mit typischen Fehlern, Risiken und dem rechtlichen Rahmen. Dieses Wissen hilft enorm, um KI-generierte Ergebnisse besser einordnen zu können. Gerade bei Arbeiten von Auszubildenden kann man dann gezielter nachfragen: Woher stammt die Information? Gibt es eine Quelle? Wurde das Ergebnis überprüft? So lernen Azubis nicht nur, KI zu nutzen, sondern auch, kritisch und verantwortungsvoll mit ihren Ergebnissen umzugehen.

„Wenn du einem Unternehmen nur einen einzigen Satz zum Thema „Künstliche Intelligenz“ mitgeben dürftest, welcher wäre das?“

Lasst euch von der Geschwindigkeit der KI-Entwicklung nicht verunsichern: Der Einstieg ist kein Hexenwerk, schafft jetzt eine solide Grundlage, nutzt KI neugierig und verantwortungsvoll, und alles Weitere kann Schritt für Schritt darauf aufbauen.

Vielen Dank, Peer, für deine wertvollen Tipps in das Thema „KI in der Ausbildung“.

(Interview auch mit Hilfe von ChatGPT erarbeitet)