\u201eWas ist deiner Erfahrung nach, Volker, der h\u00e4ufigste Verhandlungsfehler, den fast alle machen \u2013 auch erfahrene Leute?\u201c<\/strong><\/p>\n\u201eAuf Argumente setzen \u2013 Argumente sind Serienkiller sagt man so sch\u00f6n. Gerade in einer Verhandlungen mit zwei Parteien entscheidet schlie\u00dflich keine dritte Partei, wie z. B. ein Gericht. Es ist also g\u00fcnstiger, wenn sich jemand selbst \u00fcberzeugt, anstatt von anderen \u00fcberzeugt zu werden. Gute Argumente sind zwar hilfreich, doch ich \u00a0kann sie auch als Fragen vortragen und der anderen Partei Raum lassen, so dass eine Zustimmung bzw. \u00c4nderung der Position leichter wird.\u201c<\/p>\n
\u00a0<\/p>\n
\u201eWenn du nur einen Satz h\u00e4ttest, um eine Verhandlung zu drehen: Welcher w\u00e4re das?\u201c<\/strong><\/p>\n\u201e\u201cWie soll das gehen?<\/em>\u201c Das er\u00f6ffnet neue R\u00e4ume und ich bekomme Zeit zum Denken.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche drei Signale zeigen dir in den ersten 60 Sekunden, ob eine Verhandlung schwierig wird?\u201c<\/strong>
\u201eErstens eine Forderung, die man nur mit Ja oder Nein beantworten kann. Zweitens das Nichtvorhandenseins eines gemeinsamen Ziels und drittens, wenn jemand nur seine Position er\u00f6rtert und nur seinen eigenen Vorteil sucht. Dann lohnt es sich auch manchmal schnell auszusteigen, denn John F. Kennedy sagte einmal so sch\u00f6n:\u00a0\u201eWir k\u00f6nnen nicht mit denen verhandeln, die sagen, was mein ist, ist mein und was dein ist, ist Verhandlungssache.\u201c<\/em>\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas tun viele, wenn sie \u201eNein\u201c h\u00f6ren \u2013 und was w\u00e4re besser?\u201c<\/strong>
\u201eSie w\u00e4hlen die Worte \u201eJa, aber\u2026\u201c. Besser w\u00e4re es durch kalibrierende Fragen herauszufinden, was der Hintergrund des Neins ist. Profis bringen die andere Partei zu Beginn auch h\u00e4ufig erst einmal dazu nein zu sagen, um eine Kontrollillusion zu erzeugen. Wer schon einmal Nein gesagt hat, f\u00fchlt sich besser. Am Ende ist eine Zustimmung nat\u00fcrlich das Ziel.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWie gehst du mit Schweigen am Tisch um?\u201c<\/strong>
\u201eAushalten. Und oftmals auch selbst schweigen. In Trainings trainieren wir sogar aktiv zu schweigen. F\u00fcr viele Menschen ist das unbequem. Das ist dann eine Frage des Selbstmanagements. Und das wird leider sehr h\u00e4ufig \u00fcberhaupt nicht trainiert. Wieso ist mir unerkl\u00e4rlich. Leider ist hier ein blinder Fleck vorhanden. Ich kenne so viele Menschen, die sich perfekt vorbereitet haben und am mangelnden Selbstmanagement in Verhandlungen scheitern, z. B. wenn die andere Partei schweigt. Wenn die andere Partei z. B. einen Preis nennt oder eine hohe Forderung stellt, ist Schweigen oftmals sehr wirkungsvoll.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWie reagiert man, wenn der andere \u201eDas ist unser finaler Preis\u201c sagt?\u201c<\/strong>
\u201eMit der Gegenfrage \u201eUnd am Preis wollen Sie es jetzt scheitern lassen?\u201c \u2013 dann zeigt sich auch oft, ob es wirklich so ist oder ob wir noch Raum haben. Danach kann ich immer noch entscheiden, ob ich es annehmen will oder nicht.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas ist der beste Umgang mit Zeitdruck (\u201eWir m\u00fcssen heute entscheiden\u201c)?\u201c<\/strong>
\u201eDurchatmen. Wer sich gut vorbereitet hat, kann oftmals auch schnell entscheiden. Daher ist die Vorbereitung auch so wichtig, damit Zeitdruck kein Problem wird. Wenn ein Angebot f\u00fcr mich passt, kann ich auch schnell entscheiden. Allerdings habe ich dann nat\u00fcrlich schon Zeit investiert. Wer unter Zeitdruck verhandeln \u201emuss\u201c, sollte in Verhandlungsf\u00fchrung und Selbstmanagement gut geschult sein. Vorausschauende Verhandler vermeiden Zeitdruck m\u00f6glichst, indem sie auch den Prozess verhandeln.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eKonkrete Mini-Tools: Was ist deine Standardstruktur f\u00fcr eine Verhandlung in 5 Schritten?\u201c<\/strong>
\u201eIch \u00fcberlege mir, was mein Zielbereich ist, mit welchen Worten ich einsteigen m\u00f6chte, welche Interessen ich habe, welche Interessen die andere Partei hat und welche Alternativen ich habe. Und dann verhandeln wir miteinander.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche Frage \u00f6ffnen fast immer, um Interessen statt Positionen zu bekommen?\u201c<\/strong>
\u201eMit \u201eWozu?\u201c \u2013 wozu will die Person das. Daf\u00fcr braucht es die F\u00e4higkeit des Zuh\u00f6rens. Das ist eine der am meisten untersch\u00e4tzten F\u00e4higkeiten. Fast immer konzentrieren sich Menschen nur auf das, was sie sagen wollen. Und gleichzeitig verpassen wir damit die Situation die andere Person zu verstehen bzw. des Zuh\u00f6rens. Daran scheitert dann ganz viel. Beziehungen. Gesch\u00e4fte. Partnerschaften, etc. \u2013 weil wir einander nicht verstanden haben, wobei verstanden auch noch lange nicht bedeutet, dass ich einverstanden bin.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWie formuliert man ein Gegenangebot, ohne die Beziehung zu besch\u00e4digen?\u201c<\/strong>
\u201eStandardisiert kann man etwa sagen: \u201eAngesichts ihres Angebotes scheinen wir die Sache g\u00e4nzlich anders zu sehen. F\u00fcr mich ist folgendes realistisch: \u2026..! Wie w\u00e4re es, wenn wir gemeinsam versuchen die L\u00fccke zu schlie\u00dfen?\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche zwei S\u00e4tze helfen, wenn jemand unsachlich oder aggressiv wird?\u201c
<\/strong>
\u201eWas wollen Sie damit erreichen?\u201c und \u201eWas glauben sie, wie sich ihr Verhalten auf den weiteren Verhandlungsverlauf auswirkt?\u201c \u2013 Mein Ziel ist es die andere Partei zum Denken zu bringen, da denkende Menschen nicht aggressiv sein k\u00f6nnen und leider auch umgekehrt. Nat\u00fcrlich sollten wir dabei auch auf unsere Tonlage achten.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eErz\u00e4hl mal von einer Verhandlung, die fast schiefging \u2013 und was sie gerettet hat.
<\/strong>
\u201eDa gibt es viele. Vor allem in Situationen, wo viele Menschen denken, dass dies keine Verhandlung sei. In meiner Partnerschaft gab und wird es auch in Zukunft immer wieder emotional aufgeladene Situationen geben. Gerettet hat mich vielfach die Frage nach dem Ziel und der Fokus auf Interessen. Und manchmal auch ein Ausbrechen aus dem Negativ-Strudel mit den Worten \u201eAuch wenn wir uns gerade uneinig sind, habe ich dich richtig gern!\u201c
Ich glaube jeder kennt Situationen, die harmlos beginnen, wie z. B. der Einstieg: \u201eDu hast schon wieder die Socken im Wohnzimmer liegen lassen. Scheinbar ist dir mein Wohlbefinden nie wichtig. Meine Freundinnen sagen auch alle, dass Menschen, denen die Bed\u00fcrfnisse der Partnerinnen immer egal sind, reine Egoisten sind!\u201c Innerlich f\u00fchlte ich mich angegriffen und hatte gro\u00dfe \u201eLust\u201c zur\u00fcckzuschlagen, z. B. mit den Worten \u201eDu denkst ja auch immer nur an Dich\u201c. Die Socken hatte ich tats\u00e4chlich liegen lassen, doch bin ich dann tats\u00e4chlich gleich ein Egoist? Hier helfen dann Fragen, wie z. B. \u201eWie kommst Du darauf, dass ich deshalb gleich ein Egoist bin? K\u00f6nnte es nicht auch sein, dass ich einfach vergesslich bin?\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas war deine h\u00e4rteste Verhandlung \u2013 und was hast du daraus gelernt?\u201c<\/strong>
\u201eDas war mit einem Vorgesetzten, als es um meine berufliche Entwicklung ging, die er sich nicht w\u00fcnschte und meine Interessen keinerlei Rollen gespielt haben. Ich wusste zwar, dass ich im Recht bin und auch f\u00fcr die Organisation meine Position die bessere w\u00e4re, doch in der Hierarchie stand ich einfach unter der Person und hatte somit keine Chance. Gelernt habe ich daraus, dass man sich dann selbst auch mal die Frage stellen sollte, ob man Recht haben will oder gl\u00fccklich sein will. In solchen Situationen ist es manchmal gut zu schweigen und sich auf Alternativen zu konzentrieren. Ich kann zwar nicht in jeder Verhandlung meine Ziele erreichen, doch ein Problem habe ich erst, wenn ich keine Alternativen mehr habe \u2013 die muss man sich schaffen. Oftmals auch mit einem Preis. Und leider lernte ich auch die bittere Erkenntnis, dass Recht haben und Recht bekommen zwei verschiedene Dinge sind.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eHast du ein Beispiel, wo \u201ezu nett\u201c teuer wurde: Was ist passiert?\u201c<\/strong>
\u201eFast immer mangelnde Vorbereitung oder ung\u00fcnstige Umst\u00e4nde. Und zu teuer ist ja auch relativ. Was hei\u00dft das eigentlich? Viele Menschen verhandeln bei Kleinigkeiten, wie z. B. bei Kleinanzeigen unwahrscheinlich hart und feilschen ohne Ende. Bei wichtigen Themen sind wir dann zu nett oder verhandeln gar nicht.
Wir verhandeln dann mit uns selbst und sagen uns \u201eEs ist ja eine sehr schwierige Situation f\u00fcr unser Unternehmen, daher sollte ich besser nicht nach einer Gehaltserh\u00f6hung fragen.\u201c \u00a0Am teuersten sind h\u00e4ufig die Verhandlungen, die aus Nettigkeit nicht gef\u00fchrt werden. Da ertappt sich glaube ich jeder: Wir fragen nicht nach Hilfe, weil wir keinem zur Last fallen wollen. Dabei gibt es Menschen, die auch gerne helfen und wir nehmen diesen die Chance dazu. F\u00fcr unsere Gesellschaft w\u00e4re es gut, wenn wir wieder mehr miteinander kooperieren w\u00fcrden. An vielen Stellen.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eViele glauben: \u201eWer hart verhandelt, zerst\u00f6rt Beziehungen.\u201c Stimmt das, Volker?\u201c
<\/strong>
Das kommt drauf an. Wer sich an den Harvard-Grundsatz – \u201eHart in der Sache, weich zum Menschen\u201c – \u00a0h\u00e4lt, st\u00e4rkt Beziehungen. Wer jedoch nur seinen eigenen, maximalen Gewinn will und der anderen Partei nichts zugesteht, zerst\u00f6rt Beziehungen. Gerade das beobachten wir zunehmend in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Leider. Das Dilemma liegt darin, dass man kurzfristig seinen Gewinn auf Kosten der anderen steigern kann, doch wir vergessen die mittel- bis langfristigen Auswirkungen. Durch kooperative Vorgehensweisen k\u00f6nnen wir Wert f\u00fcr beide Seiten schaffen und das gibt uns dann auch mehr Sicherheit.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eIst Verhandeln eher Talent oder Handwerk? Warum?\u201c<\/strong>
\u201eEine Mischung aus beidem. Es gibt talentierte Menschen, die von Natur aus gut verhandeln oder es als Kinder \u201egelernt\u201c haben kluge Fragen zu stellen, sich zu \u00fcberlegen, wie sie sich durchsetzen und auch Grenzen ziehen. Dennoch ist es auch ein Handwerk. Gute Vorbereitung geh\u00f6rt z. B. zu den handwerklichen T\u00e4tigkeiten.\u201c
Wie im Sport gilt auch hier: Talent ist super. Doch oftmals schl\u00e4gt harte Arbeit Talent und gleichzeitig vereinen Profis Talent, harte Arbeit und Handwerk. Es braucht Training mit reflektierten \u00dcbungen.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
Was ist der Unterschied zwischen \u201eselbstbewusst\u201c und \u201edominant\u201c in Verhandlungen?<\/strong>
\u201eSelbstbewusste Menschen k\u00f6nnen ihre F\u00e4higkeiten und Chancen in Bezug auf die aktuelle Situation einsch\u00e4tzen, halten sich auch einmal zur\u00fcck und erkennen auch einmal, wann gerade keine Gelegenheit oder Zeitpunkt f\u00fcr eine Verhandlung ist.
Dominante Menschen \u00fcben einfach Druck aus und spielen ihre Macht aus. Ob das dann allerdings eine \u201eVerhandlung\u201c oder nur eine \u201eMachtdemonstration\u201c ist, stelle ich mal als Frage in den Raum. \u00c4hnlich wie bei Unternehmen, wo man sich auch kritisch hinterfragen sollte, ob man Zielvereinbarungsgespr\u00e4che oder Zieldiktatgespr\u00e4che f\u00fchrt. Bei Zieldiktaten werden Marktver\u00e4nderungen und die Kenntnisse der Mitarbeitenden schlichtweg ignoriert.
Eine Verhandlung ist daher auch oftmals auch einfach nur ein gutes Gespr\u00e4ch, wo aus Ansichten Einsichten werden k\u00f6nnen. Selbstbewusste Menschen \u00e4ndern dann auch einmal ihre Positionen, w\u00e4hrend dominante Menschen dies nicht tun.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas unterscheidet Verhandlungen intern (Stakeholder) von extern (Kunden\/Lieferanten)?\u201c<\/strong>
\u201eNichts. Es gelten die gleichen Prinzipien. H\u00e4ufig denken Menschen, dass es Unterschiede bei internem und externem Verhandeln gibt oder zwischen Branchen. Es geht jedoch immer darum Ziele in Einklang zu bringen, Interessen zu vereinen, Beziehungen zu gestalten und sich Alternativen offen zu halten.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWie verhandelt man mit dem eigenen Chef \u00fcber Gehalt oder Ressourcen?\u201c<\/strong>
Wir sind gut beraten Vergleiche zu ziehen, was \u00fcblich ist, welchen Wert wir erzielen, was mir wichtig ist und welche Interessen auch das Unternehmen hat. Dazu sollte man sich seri\u00f6se Quellen suchen. Ebenso \u00fcberlegt sich auch ein Chef idealerweise proaktiv, ob er seine Mitarbeitenden gut bezahlt und sucht auch Verhandlungen mit den Mitarbeitenden.
Ich pers\u00f6nlich finde es schon schwierig, wenn wir von \u201ePersonalkosten\u201c reden. Viel passender finde ich den Begriff \u201ePersonalinvestition\u201c, denn Mitarbeitende sollen ja auch \u201epreiswert\u201c sein, d. h. sie schaffen WERT zu einem PREIS, der sich lohnt. Und sie bekommen auch ein Wert vom Unternehmen, n\u00e4mlich Reduzierung der Einkommensunsicherheit und Risikoreduktion. Gerade in der heutigen Zeit werden Verhandlungen daher wichtiger: Wie vereinbaren wir Arbeitsorte (z. B. Home-Office), Arbeitszeiten, Verg\u00fctungen und auch strategische Ausrichtungen. Und das sollten wir stets vor Augen haben.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche Rolle spielen Daten vs. Wirkung \u2013 und wie balanciert man das?\u201c<\/strong>
\u201eDie Frage sollte idealerweise lauten: Welche Wirkung will ich mit meinen Daten erzielen? Die Frage der Pr\u00e4sentation der Daten ist wichtig f\u00fcr die Wirkung. Reden wir z. B. \u00fcber 1,5 Grad Klimaerw\u00e4rmung oder zeigen wir bildlich wie z. B. Regionen sich ver\u00e4ndern. Je nach Publikum kann sich das anders darstellen. Man denke an die Produktpr\u00e4sentationen von Steve Jobs. Als er z. B. den ersten iPod vorstellte, nannte er nicht die Daten des Produktes, sondern sagten \u201e1000 Songs in deine Tasche\u201c. Die heutige Jungend w\u00fcrde das vermutlich kalt lassen, da sie mit Streaming auf weitaus mehr zugreifen k\u00f6nnten. Damals \u2013 als die meisten noch einen Walk- oder Discman nutzten \u2013 war das grandios: Jeder hatte sofort ein Bild, wie man ca. 50 CD\u00b4s in seine Tasche packen konnte. Die Daten, wie z. B. Speicherplatz, etc. sind nicht so wichtig. Der Nutzen des Produktes f\u00fcr mich jedoch umso mehr. Gute Verhandler achten daher darauf, welche Wirkung man mit seinen Daten erzielen will. Ein tolles Beispiel, wie man Daten mit Fokus auf Wirkung pr\u00e4sentiert sind die TED-Talks von Hans Rosling.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWoran erkennt man eine \u201egute\u201c Einigung \u2013 au\u00dfer am Preis?\u201c<\/strong>
\u201eWir k\u00f6nnen uns danach in die Augen schauen und keiner hat das Gef\u00fchl verloren oder absolut gewonnen zu haben.<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche zwei F\u00e4higkeiten verbessern deiner Ansicht nach Ergebnisse am schnellsten?\u201c<\/strong>
Der Fokus auf Interessen und der Wille gemeinsam Wert zu schaffen.<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas ver\u00e4ndert sich typischerweise nach einem guten Verhandlungs-Training in der Praxis?\u201c<\/strong>
\u201eWir merken, dass \u201eGewinnen\u201c gar nicht so gut bzw. das einzige Ziel ist, werden in Verhandlungen ruhiger, wertsch\u00e4tzen Beziehungen und gleichen Interessen aus. Wir schaffen mehr Wert. F\u00fcr Unternehmen bedeutet das meist sehr viel Geld. Nicht nur im Handel bzw. Au\u00dfen. Wir verbessern Zusammenarbeit, reduzieren Fehlzeiten, verbessern Arbeitsbedingungen, erh\u00f6hen Innovationen, k\u00f6nnen aus Fehlern lernen und vieles mehr. Verhandlungen sind allgegenw\u00e4rtig. Und immens wertvoll.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eF\u00fcr wen sind deine Seminare besonders sinnvoll \u2013 und f\u00fcr wen eher nicht?\u201c
<\/strong>
\u201eAus meiner Sicht f\u00fcr jeden, wobei man jetzt sagen k\u00f6nnte, dass ich als Trainer und Dozent f\u00fcr Verhandlungsf\u00fchrung nat\u00fcrlich f\u00fcr das Thema brenne. Wer allerdings im stillen K\u00e4mmerlein sitzt, keinen Kontakt zur Au\u00dfenwelt hat, Single ist und bleiben m\u00f6chte, keine Haustiere hat, nur im Internet leicht vergleichbare Waren bestellt, keine Dienstleistungen in Anspruch nimmt und auch nicht telefoniert, w\u00fcrde nicht davon profitieren. Alle anderen schon.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWas ist dein gr\u00f6\u00dftes Verhandlungs-\u00c4rgernis: Preisdr\u00fccker, Taktikspielchen oder Funkstille?\u201c<\/strong>
\u201ePreisdr\u00fccker, die \u00c4pfel und Birnen vergleichen und gleichzeitig der anderen Partei keinen Raum lassen wollen.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eLieber: sofort kontern oder erst zusammenfassen und spiegeln?\u201c<\/strong>
\u201eZusammenfassen mit dem Fokus auf Zustimmung, ob man alles richtig verstanden hat. Dann k\u00f6nnen wir gemeinsam nach L\u00f6sungen suchen.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
\u201eWelche Situation stresst mehr: Gehalt, Kunde, Lieferant oder interner Konflikt?\u201c
<\/strong>
\u201eJe nach Ausma\u00df und Alternativen. Jedes einzelne davon kann richtig schlimm sein und gleichzeitig kein Problem sein, wenn ich lohnende Alternativen habe. Stresst der Kunde und ich habe alternative Kunden, kann ich den Kunden wechseln. Ist das Gehalt ein Problem und habe ich alternative Angebote, habe ich kein Problem.\u201c<\/p>\n\u00a0<\/p>\n
Vielen Dank, Volker, f\u00fcr deinen lohnenden und spannenden Einblick in das Thema \u201eVerhandlungen\u201c.<\/strong><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Interview mit Volker Kleinert. Volker ist Dozent und Trainer zum Thema „Verhandlungsf\u00fchrung“. Gleichzeitig bringt er einzigartige Erfahrungen aus 19 Jahren Polizeidienst mit, wo er u. a. Erstsprecher f\u00fcr Geisel-, Suizid- und Bedrohungslagen, sowie taktischer Sicherheitssprecher war. <\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":3192,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4628,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1\/revisions\/4628"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/info-home.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}